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Im Jagdrevier - durchs Jahr gepirscht

Gedanklicher Pirschgang im April

Hahnenmorgen

April ist’s, sagt der Kalender seit einigen Tagen und der Winter hat noch immer nicht Abschied genommen, im Gegenteil, hartnäckig klammert er sich selbst in tiefen Lagen fest, hält das Land geradezu im Würgegriff. Sonne hat’s auch schon lang nimmer gegeben, die Sehnsucht nach einem sonnendurchfluteten Hahnenmorgen steigt ins Unermessliche...

Mitte April geht’s rauf ins Hahnengebirg, dort erwarten mich Graupelschauer, tiefhängende Wolken und ein kaltes Lüfterl zieht über die noch immer geschlossene Schneedecke. An den Stamm einer wettererprobten Fichte kauere ich mich hin um den Morgen zu erwarten. Es wird heller doch das Wetter bessert sich nicht, im Gegenteil, der Wind bläst immer stärker. Die Entscheidung den Heimweg anzutreten fällt nicht schwer und so stapfe ich unverrichteter Dinge wieder zu Tal. Zwei Wochen später lehne ich wieder am Fichtenstamm um einen Hahnenmorgen zu erleben. Diesmal bin ich von einer dicken Nebelsuppe, aus der es feucht herausrinnt, umgeben. Daheim bei der Abfahrt funkelten Sterne vom Firmament! Langsam tröpfelt die Zeit dahin ohne dass sich etwas tut, doch mit dem ersten merklichen Licht trägt mir das Lüfterl ein zartes Rodeln zu.



Ja, da balzt zumindest ein Hahn. Vorsichtig pirsche ich in Richtung Hahn, es ist bald klar das es mehrere Hahnen sind die balzen. Deutlich höre ich sie rodeln und blasen. Weit können sie nicht weg sein, doch der Nebel bietet kaum 10m Sicht und so entschließe ich mich hinter drei kleinen buschigen Fichten, eingehüllt in die wärmende Lodenkotze, in Deckung zu gehen. Es wird langsam lichter doch der Nebel gibt die Sicht auf die Hahnen nicht frei. Es dauert noch einige Zeit ehe ich einige Hahnen als zarte Schemen im Nebel mehr erahne als sehe. Akustisch ist es famos wie sie sich dem Balzspiel hingeben, eine Henne fängt zu locken an, das Balzspiel ist eine wahre Pracht. Plötzlich kommt ein Hahn balzend in meine Richtung, auf rund 10m ist er im milchigen Nebel deutlich wahrnehmbar. Hell leuchten die Rosen und das Schild während er sein Balzspiel darbietet, welch eine Pracht. Ein Gewitter mit tüchtig Regen beendet diesen Hahnenmorgen. Es geht eilig talwärts der Jagdhütte zu! Es gießt noch immer als ich Sie erreiche, doch bald schon dampft Teekessel und Lodenkotze während sich das Gewitter draußen ins Nachbartal verzieht. Nach einer kleinen Vesper gebe ich mich dem Schlafmangel geschlagen und verträume den restlichen Vormittag.



Fotopirsch im April

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  ^ Donnerstag 14. Dezember 2017,   KW 50,   TdJ 348     © 2000 - 2017 Jagdweb.at ^